Neues vom Grafen zu Wildeck

Veröffentlicht am 11.04.2011 in Gemeindenachrichten

Aus unserer Abteilung „Geschichte“ Neues vom Grafen zu Wildeck

Bei unserem III. Ortsrundgang hat sich Graf Albrecht zu Löwenstein -Herr von Scharfeneck – wohl erstmals- mit seinem selbstgewählten oder ihm zugeschriebenen und von ihm akzeptierten Zweitnamen als Graf Albrecht zu Wildeck geoutet. Wir konnten das urkundlich belegen.

Der Graf zu Wildeck besaß als Lehen der Herzöge von Württemberg Abstatt und die Burg Wildeck von ca. 1560 bis zu seinem Tod 1587. Er ist wahrscheinlich auf dem Epitaph –einem Grabdenkmal- an der Aussegnungshalle auf dem Friedhof abgebildet. Grabdenkmäler gehörten immer zum Grab und wurden in der Nähe des Grabes aufgestellt. Daher ist zu vermuten, dass der Graf zu Wildeck auch in Abstatt begraben wurden. Gemäß der damaligen Praxis sollte das Abbild auf dem Grabdenkmal dem verstorbenen Abgebildeten möglichst entsprechen.

Hier noch einige Daten zu seiner Person:

Graf Albrecht geb. 17.01.1536, gestorben 08.08.1587, unverheiratet, keine Kinder.

Eltern: Friedrich I Graf zu Löwenstein-Scharfeneck 19.08.1502-03.02.1541 und Helene von Königsegg 1509-1566.

Brüder: Ludwig III 1530-1611, Wolfgang I 1527-1571, Friedrich II 1528-1569

Schwester: Emerentia von Löwenstein-Scharfeneck 1531-1565

Berufliches: Graf Albrecht war württembergischer Oberamtmann in Weinsberg. Er trat auch als Gesandter des Herzogs von Württemberg auf und war in dieser Funktion beispielsweise Gast bei der Hochzeit des Landgrafen von Leuchtenberg mit einer Markgräfin von Baden am 28. Nov. 1584. Er bezog von 1573-1586 einen Sold von 400 Kronen jährlich. 1586 wurde er als württembergischer Oberamtmann beurlaubt. Der Herzog von Württemberg vergab nach Albrechts Tod 1587 das aus Abstatt und der Wildeck bestehende Lehen an seinen Neffen Wolfgang II, der dann auch Scharfeneck besaß. Abstatt und die Burg Wildeck waren und blieben also eine „Sondereinheit“, wie es schon früher war und wie es noch später sein sollte.

Wenn noch ein altes Foto vom Epitaph mit einem besseren Erhaltungszustand bestehen sollte, wären wir an einer Kopie für unsere historische Arbeit sehr interessiert. Über Hinweise würden wir uns freuen.

 

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