Der ASB ist längst viel mehr als ein Rettungsdienst

Veröffentlicht am 07.10.2013 in AG 60plus

Regionalverbandsvorsitzender Friese informierte über den Arbeiter-Samariter-Bund

Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) ist heute -mit über einer Million Mitglieder – einer der größten Hilfs- und Wohlfahrtsorganisationen. Eine starke Stellung hat auch der ASB-Regionalverband Heilbronn-Franken, dessen Vorsitzender, der ehemalige Heilbronner SPD-Bundestagsabgeordnete Harald Friese berichtete darüber bei der Arbeitsgemeinschaft 60 plus des SPD-Kreisverbands Heilbronn-Land, im Rahmen ihrer Informationsreihe über die aus der Arbeiterbewegung bzw. der Sozialdemokratie hervorgegangenen Organisationen.

Die ASB kann auf eine 125jährige Geschichte zurückblicken. 1888, als es noch keine Arbeitsschutzvorschriften und Rettungsdienste gab, setzten Berliner Zimmerleute einen ersten „Lehrkurs für die erste Hilfe bei Unglücksfällen“ durch und gaben mit ihrer Initiativ euch der Nothilfe wesentliche Impulse. Vor und im I. Weltkrieg sowie in der Weimarer Republik verzeichneten die Arbeiter-Samariter-Kolonnen eine rasche Ausbreitung, wurden im Nazi-Deutschland verboten und etablierten sich nach 1945 auf vielen Geschäftsfeldern. Wie Friese hervor hob, stand diese rasante Entwicklung des ASB auch im Zusammenhang mit dem Strukturwandel in der öffentlichen Fürsorge, aus der sich Staat und Politik immer mehr zurückzogen.
Im ASB-Regionalverband Heilbronn-Franken, der den Stadt- und Landkreis Heilbronn sowie den Main-Tauber-Kreis und den Neckar-Odenwald-Kreis umfasst, sind rund 1000 Mitarbeiter beschäftigt, darunter zur Hälfte hauptamtliche Kräfte, die zusammen einen Jahresumsatz von 40 Millionen € erbringen. Nach wie vor ist der ASB stark im Rettungsdienst (mehr als 20 000 Fahrten jährlich) und im Behindertenfahrdienst tätig. Der Schwerpunkt hat sich inzwischen auf die Altenpflege verlagert. So unterhält der Regionalverband 14 Seniorenheime mit 750 Pflegeplätzen. Meist gehören dazu auch Kurzzeit- und Tagespflegeplätze, aber auch betreute Wohneinheiten. Das Arbeitsfeld umfasst auch zwei Therapiezentren, ambulante Dienste, Familienpflege, Kinder und Jugendpflege sowie ein Montesori-Kindergarten und eine Kindertagesstätte mit hohem flexiblem Betreuungsangebot. Aufgrund seiner erfolgreichen Tätigkeit wurde dem Heilbronner Regionalverband vom Landesverband auch die Geschäftsführung des insolvent gewordenen ASB-Regionalverbands Ulm übertragen. (Helmut Sauter)

 

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