Bundestagsabgeordneter Josip Juratovic beteiligt sich am Kunstprojekt „Der Bevölkerung“

Veröffentlicht am 28.07.2009 in Bundespolitik

Erde vom Michaelsberg reist nach Berlin

Beim Freundschaftsfest hat der Heilbronner Bundestagsabgeordnete Josip Juratovic zusammen mit Kreisrat Dr. Peter Trunzer, Neckarsulms Baubürgermeister Klaus Grabbe und der stellvertretenden SPD-Kreisvorsitzenden Heilbronn-Stadt, Stadträtin Tanja Sagasser, am Samstag zwei Säcke mit Erde vom Gundelsheimer Michaelsberg gefüllt. „Diese Erde aus meiner Heimat wird Teil einer Kunstinstallation im Deutschen Bundestag“, sagt Juratovic. Am morgigen Mittwoch wird die Erde von einer Gruppe politisch Interessierter mit nach Berlin genommen und am Donnerstag im nördlichen Lichthof des Bundestags verteilt.

Die Bundestagsabgeordneten sind eingeladen, aus ihrem Wahlkreis einen Zentner Erde nach Berlin zu bringen und am Kunstwerk des Künstlers Hans Haacke auszustreuen. Teil dieses Werks sind die weißen Leuchtbuchstaben „DER BEVÖLKERUNG“. Der Schriftzug ist von allen Etagen des Gebäudes aus zu lesen: Vom Plenarsaal, von der Presse- und Fraktionsebene und von den Besuchern auf dem Dach. Er ergänzt die 1916 am Westportal des Reichstagsgebäudes angebrachte Inschrift DEM DEUTSCHEN VOLKE.

Der Künstler Hans Haacke wurde 1998 vom Deutschen Bundestag eingeladen, ein Konzept zur künstlerischen Gestaltung des nördlichen Lichthofs im Reichstagsgebäude zu entwickeln. Das zuständige Gremium des Parlaments, der Kunstbeirat, entschied sich 1999 für die Realisierung seines Projektvorschlags DER BEVÖLKERUNG. Die Annahme des Entwurfs löste eine heftige Diskussion aus, die zu einer Bundestagsdebatte am 5. April 2000 führte, bei der die Mehrheit der Abgeordneten für das Kunstwerk stimmte. Der damalige Bundestagspräsident Wolfgang Thierse gab am 12. September 2000 den Auftakt zu der Erde-Aktion. Seitdem steht es den Abgeordneten frei, zu einem von ihnen gewählten Zeitpunkt ihre Wahlkreiserde einzubringen. Spontaner Pflanzenwuchs bleibt sich selbst überlassen. Der Künstler stellt mit seiner Arbeit heraus, dass die Beschlüsse der Bundestagsabgeordneten faktisch die gesamte Bevölkerung ungeachtet ihrer Staatsangehörigkeit betreffen. Die Vermischung der Erde aus allen Wahlkreisen wird die Zusammengehörigkeit aller Regionen und die Feststellung bekräftigen, dass die im Parlament verhandelten Fragen alle Bürger gemeinsam betreffen.

Josip Juratovic entschied sich, zum Ende der 16. Wahlperiode hin, Erde von seinem Gartengrundstück am Michaelsberg nach Berlin mitzunehmen. „Erde aus Heilbronn hat mein Vorgänger Harald Friese bereits zu dem Kunstwerk beigetragen. Mir war es wichtig, dass nun auch der Landkreis bei dem Werk vertreten ist“, so Juratovic.

 

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